Ausführungsvarianten für Wand + Boden + Decke

Flurwände

Flurwände

Die Gestaltung der Wände spielt bei Verkehrsflächen eine wichtige Rolle. Die funktionalen Anforderungen an Beständigkeit, Orientierung und ggf. auch Hygiene müssen vereint werden. Bei der Ausbildung der Wandoberfläche ist zu empfehlen, eine gestalterisch definierte Linie in einer Höhe von ca. 90 cm anzulegen, da der untere Bereich beispielsweise öfter überstrichen werden muss.

Bei einem hohen Aufkommen von Menschen in Rollstühlen oder wenn mit Bettentransport zu rechnen ist, steigen die funktionalen wie auch gestalterischen Anforderungen an den Rammschutz. Neben linearen Lösungenkommt alternativauch die Ausbildung einer beständigen Wandbekleidung bis in eine Höhe von ca. 90 cm in Frage.

Ein durchgehender Handlauf kann vielen Gebäudenutzern Hilfestellung bieten. Der Handlauf kann auch über untergeordneteTüren hinweg eingebaut werden. Eine kontrastreiche Gestaltung ist obligatorisch. Eine (blendfreie) Handlaufbeleuchtung unterstützt die Erkennbarkeit. Wichtig ist, dass die Wandschutzelemente die hohen Anforderungen an den Brandschutz in Fluren erfüllen müssen.

Akustiktrennwände

Akustiktrennwände

Mobile, schallabsorbierende Akustiktrennwände kommen beispielsweise in offenen Bürostrukturen oder in Beratungsstellen zum Einsatz. Sie tragen zur Optimierung der Raumakustik und zur Minderung des Störschallpegels bei. Diese maßgeschneiderten Lösungen haben den Vorteil, dass die Flexibilität der Raumgestaltung erhalten bleibt, es aber beispielsweise möglich ist, Arbeitsplätze verschieden zu gruppieren oder temporäre Sitzgruppen auszubilden.

Mobile Akustiktrennwände können als raumhohe oder halbhohe Raumgliederungselemente in die Innenraumgestaltung mit einbezogen werden. Sie können aus verschiedenen Materialien hergestellt werden.

Beim Einbau von raumhohen Falt- oder Schiebetrennwände sind die akustischen Anforderungen zu prüfen.

Deckensegel und Baffeln

Deckensegel und Baffeln

Horizontale Deckensegel und vertikale Baffeln sind großflächige Schallabsorber, die flexibel frei von der Decke abgehängt werden. Deckensegel und Baffeln können dort zum Einsatz kommen, wo keine abgehängten Akustikdecken eingebaut werden können – beispielsweise im Zusammenhang mit thermisch aktivierten Bauteilen oder in denkmalgeschützen Objekten. Sie eignen sich auch als ergänzende Maßnahmen zu bereits vorhandenen Akustikdecken, wie zur nachträglichen akustischen Optimierung oder bei Umbaumaßnahmen.

Ein wesentlicher Vorteil von Deckensegeln und Baffeln ist, dass eine punktuelle Optimierung direkt an der Entstehungsquelle vorgenommen werden kann. Dies ist beispielweise bei Arbeitsplätzen in größeren Raumstrukturen, Informationstheken in Eingangshallen oder in der Gastronomie sehr wichtig. In der Umgebung kommt es zur Reduzierung des Schalls, zum schnelleren Schallabbau und zur Verbesserung der Sprachverständlichkeit, in der Folge auch zur Reduktion stressauslösender Symptome, zur Verbesserung des Sprach- und Hörkomforts, zur Wahrung der Intimsphäre sowie zur Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit der Raumnutzer.

Die Montage ist in unterschiedlichen Abständen zur Decke, je nach Raumeigenschaften, möglich. Die gestalterischen Möglichkeiten dieser akustischen Lösungen müssen rechtzeitig innerhalb des gesamten Raumkonzeptes entwickelt werden, gegebenenfalls in Kombination mit der Lichtplanung und der Integration der notwendigen Haustechnik.